Die titelgebende Behausung des Köhlers ist im Wald kaum zu erkennen. Sie ist nicht mehr als ein notdürftiger Unterstand, der dem Strohhaufen als Schlafstätte etwas Schutz vor Regen und Sonne bietet. Darunter sitzt der Köhler an einem kleinen rauchenden Feuer, gegenüber hat er an einem Baum einen Tisch mit einem Krug aufgestellt. Wie eine Wiederholung des Lagerfeuers raucht hinter ihm und seiner ärmlichen Hütte der Kohlenmeiler. Dort wird das aufgeschichtete Holz über Tage in Holzkohle verwandelt. Währenddessen muss der Köhler Wache halten. Er verschwindet mit seiner Behausung fast in den Grau- und Brauntönen der Waldszene.
Jakob Grünenwald ist vor allem für seine ländlichen Kompositionen bekannt. Er nutzt die Landschaft stets als Kulisse für erzählende Figurenkonstellationen, oft auch mit größeren Personengruppen. Der einsame Köhler vor seiner Hütte ist daher eher ungewöhnlich im Werk Grünenwalds. Die Szene erinnert an die melancholische Stimmung am Anfang des Märchens »Das kalte Herz« (1827) von Wilhelm Hauff.
Wahrscheinlich entsteht das undatierte Gemälde, bevor Grünenwald nach einigen Jahren in München 1877 nach Stuttgart zurückkehrt, denn mit der Übernahme einer Professur und Zeichenklasse an der hiesigen Akademie der Bildenden Künste tritt das eigene Schaffen in den Hintergrund. Zudem widmet sich Grünenwald ab dieser Zeit verstärkt dem Entwurf sakraler Gestaltungen.
Jakob Grünenwald ist vor allem für seine ländlichen Kompositionen bekannt. Er nutzt die Landschaft stets als Kulisse für erzählende Figurenkonstellationen, oft auch mit größeren Personengruppen. Der einsame Köhler vor seiner Hütte ist daher eher ungewöhnlich im Werk Grünenwalds. Die Szene erinnert an die melancholische Stimmung am Anfang des Märchens »Das kalte Herz« (1827) von Wilhelm Hauff.
Wahrscheinlich entsteht das undatierte Gemälde, bevor Grünenwald nach einigen Jahren in München 1877 nach Stuttgart zurückkehrt, denn mit der Übernahme einer Professur und Zeichenklasse an der hiesigen Akademie der Bildenden Künste tritt das eigene Schaffen in den Hintergrund. Zudem widmet sich Grünenwald ab dieser Zeit verstärkt dem Entwurf sakraler Gestaltungen.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- O-0732
- Material / Technik:
- Öl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Provenienz
?–1943 Eugen Gotthardt, Stuttgart; Jan. 1943–heute E: LHS Stuttgart, B: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart