Johannes der Täufer

Größe7 x 18,5 cm
Zeichnung einer Szene mit zwei Menschengruppen links und rechts, in der Mittestehend Johannes der Täufer mit Jesus.
Parallel zu seiner Beschäftigung mit Steinbrucharbeitern und Fabrikhallen widmet sich Friedrich von Keller seit den 1870er-Jahren auch religiösen Themen. Nicht zuletzt die eigene Religiosität bringt ihn dazu, christliche Ikonographie künstlerisch zu bearbeiten. Diese Werke stehen meist in einer langen, festen Tradition, aus der Keller Bildformulierungen oder die feinmalerischen künstlerischen Techniken übernimmt. Besonders die »Grablegung« (um 1525) von Tizian beeinflusst seine religiösen Gemälde, seit er es 1877 in Venedig gesehen und kopiert hat. Manche Werke wirken durch diese starke Bindung an die Tradition etwas steif.
Mehr noch als bei anderen Themen nutzt er hier kleinformatige Skizzen, um einzelne Szenen, aber auch ganze Kompositionen vorab zu erproben. Sie belegen, wie er Figuren vor allem als umrandete Flächen auf dem Bild anordnet. In meist nur wenigen Strichen umreißt er die Szenen, die später in Tafelgemälden oder in großformatigen Auftrags Eingang finden können.
Werkdaten
Inventarnummer:
Z-0225
Material / Technik:
Feder und Bleistift auf Papier
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
Foto: Kunstmuseum Stuttgart
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