Triumphierend lächelnd, mit weit geöffneten Augen und zum Himmel erhobenen Armen steigt Christus aus seinem Grab. Sein rechtes Bein steht bereits auf der schwarzen, marmorierten, eckigen Grabumfassung. Das in erdigen Farbtönen gehaltene Leichentuch umfängt seinen teilweise noch in der Grabhöhle stehenden Unterkörper. Die sichtbaren Partien seines Körpers leuchten hell. Daraus treten die Wundmale, die ihm in der Kreuzigung zugefügt worden sind, an den Händen, an der Brust und am Fuß deutlich hervor. Zwei Engel, rechts und links hinter ihm, begleiten seine Wiederauferstehung von den Toten. Ihre Flügel sind ornamental verziert. Mit der bunten Farbigkeit unterstreichen sie die triumphierende Geste des Auferstandenen. Selbst der Totenkopf an der rechten unteren Grabeinfassung lächelt.
Wie viele moderne Künstler setzt sich auch Dix intensiv mit den Geschichten der Bibel auseinander. So seien hier die Urthemen der Menschheit zu entdecken. Häufig überträgt er Partien als Gleichnisse auf seine eigene Gegenwart. Mit den alten Sinnbildern bezieht er Stellung zum aktuellen Zeitgeschehen. Doch nie sind diese Kommentare plakativ oder eindeutig zu entziffern.
Werkdaten
- Inventarnummer: LG-088
- Material / Technik: Öl auf Leinwand
- Creditline: Dauerleihgabe der Otto Dix-Stiftung, Vaduz im Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart