Das Wandobjekt besteht einem rechteckigen Aluminiumblech, das mittig gebogen ist. Dadurch entstehen zwei gleich große Hälften. Die eine Hälfte bildet die Vorderseite, die andere die Rückseite des Objekts. Durch die Spannung, die beim Biegen erzeugt wird, liegen die beiden Hälften nicht aufeinander. Vielmehr wölbt sich die Platte leicht.
Rundherum ist das Objekt mit schwarzem Lack gefasst. Auf seiner Vorderseite ist es im unteren Drittel mit einer silbernen ovalen Öffnung versehen, die auf dem schwarzen Grund glänzt und edel wirkt. Bei näherer Betrachtung erweist sie sich als der Anfang eines Aluminiumrohrs, das die unter großer Spannung stehende Vorder- und Rückseite miteinander verbindet und zusammenhält.
Bei seinen Plastiken arbeitet Riel insbesondere mit Stahl, aber auch Aluminium. Die Veränderung und Spannung von industriell gefertigtem Ausgangsmaterial ist dabei ein wiederkehrendes Thema. Unter hohem Kraftaufwand entstehen gebogene Objekte, deren Form im Kontrast zur eigentlichen Härte des Materials steht.
Werkdaten
- Inventarnummer: 2022-092
- Material / Technik: Lack auf Aluminium
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Gert Riel / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart