Thomas P. Kausel 2005–2009

Farbakkord Blue 28 Cobaltblau

Größe98,7 x 82 x 4,1 cm
Titelgebend für das Bildpaar blauer Rechteckformen ist das im »Colour Index« als »Blue 28« gelistete Pigment für Cobaltblau. Dieses Farbmittel hat Thomas P. Kausel bei der einfarbigen Tafel vollständig und auf der anderen bei dem hochkant stehenden Rechteck in der linken Bildhälfte verwendet. Kausel hat die Bezeichnung des Pigments dort in Hellblau auf die Farbfläche geschrieben. Damit unterstreicht er ihre Bedeutung für die farbliche Gesamterscheinung des Bildpaars. Eine in Rot hervortretende Ziffernfolge als Bestandteil der Bezeichnung eines weiteren Pigments unterstützt die Wirkung der Blautöne. Die Anordnung der teils glatten, teils mit einem Kamm gerillten Farbfelder lässt an eine umrahmte lichte Öffnung in Form eines Fensters oder einer Bühne denken. Solcherlei Verwandtschaften mit Seherfahrungen in der sichtbaren Wirklichkeit treten in Kausels Bildwelt immer wieder auf. Sie schlagen einen Bogen zum Frühwerk, als Kausel noch gegenständlich arbeitet. Das Kunstmuseum Stuttgart besitzt drei Diptychen von Thomas P. Kausel. Jeweils eine Tafel ist einfarbig gehalten. Die andere ist mit einem geometrischen Flächengefüge in unterschiedlichen Farbtönen gestaltet. Darunter befindet sich auch der Farbton der einfarbigen Tafel. Im Zentrum der Kompositionen steht das Farbmaterial selbst. Kausel verwendet nur reine, ungemischte und besonders lichtechte Pigmente. Welch großen Stellenwert das Farbmaterial für seine Bilder hat, macht er dadurch deutlich, dass er die Namen einzelner Pigmente, die er für ein Bild verwendet, zu einem Bestandteil der Komposition macht. Auf der Bildrückseite führt er darüber hinaus sämtliche Pigmente auf, die er auf der Vorderseite eingesetzt hat. Die Codes der Farben entsprechen dem international gültigen Standardwerk »Colour Index«. Bei der Farbwahl hält sich Kausel konsequent an die Systematik des »Color Index«. In der Anordnung der einzelnen Farbflächen geht er dagegen deutlich intuitiver vor. Er sucht nach ausgewogenen Farbklängen. Teilweise lässt er sich dabei von der sichtbaren Wirklichkeit leiten, aus der er zu Beginn seiner Schaffensphase schöpft, bevor er sich der Abstraktion zuwendet. In seiner Malerei treffen somit Wissenschaftlichkeit und freier, künstlerischer Gestaltungswille aufeinander.
Werkdaten
Inventarnummer: 2024-016b
Material / Technik: Öl auf Baumwolle
Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Thomas P. Kausel / Foto: Kunstmuseum Stuttgart
Permalink

Ähnliche Werke

Gemälde mit verschiedenen blauen Farbflächen, Schriftzug Blue 28 oben links.
Farbakkord Blue 28 Cobaltblau
Thomas P. Kausel 2005–2009
Reihenbild Rebenschnitt blau
Anton Stankowski 1967
Reihenbild Rebenschnitt blau
Anton Stankowski 1967
Reihenbild Rebenschnitt blau
Anton Stankowski 1967
Reihenbild Rebenschnitt blau
Anton Stankowski 1967
Reihenbild Rebenschnitt blau
Anton Stankowski 1967
Rote Farbfläche.
Red 255 – 4 Aminoketon-Pigmente
Thomas P. Kausel 2006–2007
Gemälde mit verschiedenen grünen Farbflächen, Schriftzug Green 50 unten rechts.
Farbakkord 8 Green
Thomas P. Kausel 2009–2010
Grüne Farbfläche.
Farbakkord 8 Green
Thomas P. Kausel 2009–2010
Positiv-negativ
Anton Stankowski 1956
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Vier Quadrate codiert
Karl Duschek 1978
horizontal, vertikal, diagonal Lagen
Karl Duschek 2009
Große Blauform diagonal
Karl Duschek 1993
Gemälde mit verschiedenen roten Farbflächen, Schriftzug Red 225 unten links.
Red 255 – 4 Aminoketon-Pigmente
Thomas P. Kausel 2006–2007
DA-WU/3
Georg Karl Pfahler 1967–1968
Dreiklang
Anton Stankowski 1939
Linien Streuung
Anton Stankowski 1980
Reflektionen über Formen
Anton Stankowski 1984
Selbstteilung
Anton Stankowski 1983
Reihenbild Neun Bilder Bausteine rot-gelb-blau
Anton Stankowski 1976
Dreiecke, groß klein
Karl Duschek 1977
Dreiecke, Überlagerung
Karl Duschek 1977
400 Kreisviertel
Anton Stankowski 1979
Quadratstelen
Anton Stankowski 1952
Vertikale Farbpaare progressiv zur mittleren Koordinate
Karl Duschek 1980
Horizontal
Karl Duschek 2009
Horizontal
Karl Duschek 2009
Vertikale Farbpaare progressiv zur mittleren Koordinate
Karl Duschek 1980
Vier Vierergruppen progressiv mit übereinandergebundenen Farben
Karl Duschek 2011
Vier Vierergruppen progressiv mit übereinandergebundenen Farben
Karl Duschek 2011
Vier Vierergruppen progressiv mit übereinandergebundenen Farben
Karl Duschek 2011
Vier Vierergruppen progressiv mit übereinandergebundenen Farben
Karl Duschek 2011