Dreiklang

Größe66,9 x 51,7 x 2,5 cm
Das Dreieck fristet bei Anton Stankowski – wie überhaupt in der konkreten Kunst – verglichen mit dem Quadrat eher ein Schattendasein. Stankowski bedient sich seiner vor allem, um das Wesen des Quadrats zu ergründen, etwa indem er dieses in Dreiecksformen zergliedert. Im Gemälde »Dreiklang«, das Stankowski im Jahr nach seiner Übersiedelung nach Stuttgart malt, hat das Dreieck hingegen einen eigenständigen Auftritt, sodass es sein Potenzial voll auszuspielen vermag. Die Komposition präsentiert sich als flächendeckendes Arrangement aus aneinandergrenzenden Dreiecken von unterschiedlicher Größe und Farbigkeit. Das Ganze ist nach dem Strukturprinzip der Spirale organisiert, indem sich in einer Rotationsbewegung von innen nach außen an jedes Dreieck ein etwas größeres anschließt. Doch im Unterschied zu anderen Spiralbildern des Künstlers erscheint das vorliegende nicht als eine sich organisch entfaltende Flächenformation, sondern lässt sich eher als kristallin zersplittertes, dreidimensionales Gebilde wahrnehmen. Auch Assoziationen an Architekturformen werden geweckt. In den beiden großen Dreiecksformen rechts ist beispielsweise eine angeschnittene Pyramide auszumachen, deren eine Seite im Schatten liegt; die Erdfarben wie auch der Sandton der Fläche links daneben befördern diesen Eindruck zusätzlich.
Werkdaten
Inventarnummer:
2022-211
Material / Technik:
Mischtechnik auf Hartfaserplatte
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart, Schenkung der Stankowski-Stiftung
Lizenzhinweis
© Stankowski-Stiftung / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart
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