Der Text ist in überdimensionalen Großbuchstaben direkt auf die Wand gesetzt und dadurch alles andere als leicht zu lesen. Die Buchstaben reflektieren den Umraum, doch ist dieser wegen der Abstände zwischen den Buchstaben immer nur in Teilen zu erfassen.
Auch der Text selbst ist in hohem Maße abstrakt und behandelt im weitesten Sinne das philosophische Verhältnis von Äußerung und Wahrheit. Hierin gibt sich Thomas Locher als Schüler des Konzeptkünstlers Joseph Kosuth zu erkennen, der ebenfalls von philosophischen Texten ausgeht. Beide vertreten eine Kunstauffassung, für die das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit, von Text und Bild im Zentrum der Kunstproduktion steht. Sie arbeiten unter dem Eindruck des tiefgreifenden Wandels der Geistes- und Kulturwissenschaften sowie der Bildenden Kunst durch die »linguistische Wende« des 20. Jahrhunderts. Sie hat das Feld der Sprachwissenschaft zum Taktgeber intellektueller Prozesse und Entwicklungen gemacht.
Lochers Textbild hat ein Zitat aus Vincent Descombes Buch »Das Selbe und das Andere«, eine Einführung in die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts, zur Grundlage. Die Textzeile löst Locher aus ihrem Kontext einer Diskussion darüber, ob nur das als wirklich gelten kann, von dem jemand spricht. Er führt die Formelhaftigkeit des philosophischen Gedankens vor, wenn er für sich allein steht. Zur ästhetischen, visuellen Rätselhaftigkeit tritt eine ebenso hohe Komplexität auf der Ebene des »Bild«-Inhalts.
Auch der Text selbst ist in hohem Maße abstrakt und behandelt im weitesten Sinne das philosophische Verhältnis von Äußerung und Wahrheit. Hierin gibt sich Thomas Locher als Schüler des Konzeptkünstlers Joseph Kosuth zu erkennen, der ebenfalls von philosophischen Texten ausgeht. Beide vertreten eine Kunstauffassung, für die das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit, von Text und Bild im Zentrum der Kunstproduktion steht. Sie arbeiten unter dem Eindruck des tiefgreifenden Wandels der Geistes- und Kulturwissenschaften sowie der Bildenden Kunst durch die »linguistische Wende« des 20. Jahrhunderts. Sie hat das Feld der Sprachwissenschaft zum Taktgeber intellektueller Prozesse und Entwicklungen gemacht.
Lochers Textbild hat ein Zitat aus Vincent Descombes Buch »Das Selbe und das Andere«, eine Einführung in die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts, zur Grundlage. Die Textzeile löst Locher aus ihrem Kontext einer Diskussion darüber, ob nur das als wirklich gelten kann, von dem jemand spricht. Er führt die Formelhaftigkeit des philosophischen Gedankens vor, wenn er für sich allein steht. Zur ästhetischen, visuellen Rätselhaftigkeit tritt eine ebenso hohe Komplexität auf der Ebene des »Bild«-Inhalts.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2005-019
- Material / Technik:
- Hochglanzpolierter Edelstahl
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart