In der Sammlung des Kunstmuseum Stuttgart haben sich etliche Handzeichnungen von Friedrich von Keller erhalten. Sie lassen seine vielfältigen zeichnerischen Qualitäten aufscheinen und geben Einblick in Kellers Entwurfs- und Kompositionsprozess. Viele der Zeichnungen sind kaum größer als eine Hand, sie dienen eher dem groben Entwurf, etwa für die Verteilung von Flächen und Figuren innerhalb einer Komposition. Auch viele Akt- und Figurenstudien in Bleistift und Tusche sind in diese Größe gehalten. Andere Zeichnungen arbeitet Keller auf mittelformatigen Papierbögen detailliert und fein aus, etwa um Gewandformen oder Gesichter konkret zu umreißen.
Der hier gezeigte undatierte »Poet« könnte die Skizze einer Figur für ein größerformatiges Gemälde oder ein Wandmalereiprojekt sein. Seinen Blick nach rechts oben gewandt, greift er mit der linken Hand an die Brust. Er ist anscheinend mitten im Vortrag seiner Dichtung, denn mit der rechten Hand umklammert er das Ende einer Schriftrolle. Mit wenigen dünnen Strichen gestaltet Friedrich von Keller die gesamte Figur. Er haucht dem Poeten Lebendigkeit ein und bringt die Dramatik seines Vortrags zur Geltung.
Der hier gezeigte undatierte »Poet« könnte die Skizze einer Figur für ein größerformatiges Gemälde oder ein Wandmalereiprojekt sein. Seinen Blick nach rechts oben gewandt, greift er mit der linken Hand an die Brust. Er ist anscheinend mitten im Vortrag seiner Dichtung, denn mit der rechten Hand umklammert er das Ende einer Schriftrolle. Mit wenigen dünnen Strichen gestaltet Friedrich von Keller die gesamte Figur. Er haucht dem Poeten Lebendigkeit ein und bringt die Dramatik seines Vortrags zur Geltung.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- Z-0118
- Material / Technik:
- Kohle und Bleistift auf Papier
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Provenienz
o.D.–vielleicht bis 1914 Friedrich von Keller; vielleicht von 1914–zwischen 1936 und 1945 vielleicht Provenienzlücke; zwischen 1936 und 1945 Kunstmuseum (früher Städtische Galerie)
Lizenzhinweis
Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart