Wilhelm Schnarrenberger malt nichts weiter als das, was vor ihm steht: eine Reihe von verschiedenfarbigen Fläschchen auf einem weißem Untergrund. Links stehen blickdichte Behälter in Weiß, Rot und Schwarz, rechts durchscheinende Glasflaschen. An der Wand im Hintergrund hängt ein aufgespanntes Bild mit skizzenhaft wirkenden Farbflächen. Sie lenken den Blick für einen Moment aus dem Stillleben heraus.
Der Malstil ist lockerer als in Schnarrenbergers neusachlichen Werken der 1920er- und 1930er-Jahre. Die Objekte als Motiv sind alltäglich, aber nicht beliebig: Vermutlich handelt es sich um Malmaterialien – Pigmente, Öle, Lösungsmittel – aus Schnarrenbergers Atelier. Das Gemälde entsteht 1943 in der Schwarzwälder Ferienpension, wohin er sich mit seiner Familie nach Entlassung aus dem Lehramt und Verfemung zurückgezogen hat. Unter diesen Bedingungen gewinnt das unscheinbare Motiv eine zusätzliche Bedeutung. Die dargestellten Fläschchen sind nicht nur Alltagsgegenstände, sondern Voraussetzungen künstlerischer Arbeit. Dass Schnarrenberger weiterhin malen kann, verdankt er der Unterstützung seiner Frau Melitta, die ihn mit Material versorgt. So lassen sich die titelgebenden bunten Fläschchen als stilles Selbstzeugnis lesen: Sie zeigen nicht nur ein flüchtiges Motiv, sondern die materiellen Grundlagen der Malerei selbst.
Der Malstil ist lockerer als in Schnarrenbergers neusachlichen Werken der 1920er- und 1930er-Jahre. Die Objekte als Motiv sind alltäglich, aber nicht beliebig: Vermutlich handelt es sich um Malmaterialien – Pigmente, Öle, Lösungsmittel – aus Schnarrenbergers Atelier. Das Gemälde entsteht 1943 in der Schwarzwälder Ferienpension, wohin er sich mit seiner Familie nach Entlassung aus dem Lehramt und Verfemung zurückgezogen hat. Unter diesen Bedingungen gewinnt das unscheinbare Motiv eine zusätzliche Bedeutung. Die dargestellten Fläschchen sind nicht nur Alltagsgegenstände, sondern Voraussetzungen künstlerischer Arbeit. Dass Schnarrenberger weiterhin malen kann, verdankt er der Unterstützung seiner Frau Melitta, die ihn mit Material versorgt. So lassen sich die titelgebenden bunten Fläschchen als stilles Selbstzeugnis lesen: Sie zeigen nicht nur ein flüchtiges Motiv, sondern die materiellen Grundlagen der Malerei selbst.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- O-1591
- Material / Technik:
- Öl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Provenienz
1943– bis Anfang Januar 1962 Wilhelm Schnarrenberger, Karlsruhe; 24.11.–30.12.1962 Landeskunstausstellung Baden-Württemberg in Baden-Baden 1962; 05.01.1963 Städtische Galerie, Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart