Das »Blumenfenster« ist ein frühes Werk des Malers und Grafikers Fritz Lang. Der Blick wird über die Sonnenflecken auf den Möbeln und Gegenständen aus dem verschatteten Raum nach draußen zu den Blumen auf der Fensterbank gelenkt. Während die Außenwelt im gleißenden Licht erscheint, ist es im Innenraum dämmrig.
Die bis ins kleinste Detail durchkomponierte Darstellung weist typische Merkmale von Langs Kunst auf, zu denen die besondere Auffassung von Raum, Licht und Farbe gehört. Gegenstände werden in Farbpunkte und -striche zerlegt, Räumlichkeit wird nicht durch eine perspektivische Darstellung erzeugt, sondern entsteht durch voneinander abgesetzte Farbflächen. Die Malerei erinnert nicht zufällig an den Postimpressionismus. Lang ist wie viele Impressionisten von fernöstlicher Kunst fasziniert und lässt sich davon beeinflussen, wie das »Blumenfenster« zeigt.
Er studiert an der Stuttgarter und der Karlsruher Kunstakademie. 1899 kehrt er in seine Geburtsstadt Stuttgart zurück und arbeitet als freier Künstler. International wird Lang mit Holzschnitten bekannt, die von großen Museen wie dem British Museum und der Albertina in Wien gesammelt werden.
Werkdaten
- Inventarnummer: O-0655
- Material / Technik: Öl auf Leinwand
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Nachlass Fritz Lang, Mittelbiberach / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart