Eigentlich könnte Jan Albers' »BlackbleachGoggleleer« trotz des unaussprechlichen Titels einfach nur eine fast unscheinbare und technisch raffinierte Arbeit auf Papier sein. Zwei Papierbögen liegen übereinander. Durch Lochmuster im oberen Blatt können wir auf das untere schauen. Beide sind mit einem schwarzen Farbstift mit feinen Linien überzogen. Sie ergeben ein grafisches Muster. All das fängt unsere Blicke. Doch ist es vor allem die optische Irritation, die uns nähertreten lässt, denn auf dem strengen Schwarz-Weiß des Rasters sind drei Pins zu erkennen. Sie zeigen Gesichtspartien: ein aufgerissenes Auge, eines mit Brille und ein Stück eines lächelnden Mundes. Und während wir das alles intensiv betrachten, scheint das starre Liniengerüst plötzlich anzufangen, zu leben. Formt sich aus den Linien ein Gesicht? Schaut uns da jemand aus der Tiefe des Geflechts an? Was wäre, wenn es wirklich so wäre?
In dieser Machart fertigt Albers um 2010 eine ganze Reihe von Arbeiten auf Papier. In ihnen geht er mit aufgehefteten Buttons über die Grenzen des Mediums hinaus. Mit bewusster Irritation bringt er uns zum ratlosen Schmunzeln.
In dieser Machart fertigt Albers um 2010 eine ganze Reihe von Arbeiten auf Papier. In ihnen geht er mit aufgehefteten Buttons über die Grenzen des Mediums hinaus. Mit bewusster Irritation bringt er uns zum ratlosen Schmunzeln.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2011-011
- Material / Technik:
- Schwarzer Fabstift und Badges auf Papier
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© Jan Albers / Foto: Kunstmuseum Stuttgart