Rudolf Kuhn 1926–1927

Bettler mit Hund

Größe26,9 x 21 cm
Bleistiftzeichnung eines Mannes mit Beinstumpf, der einen Hut hält, in den Münzen fallen, an seiner linken Seite ein schnüffelnder Hund.
Ein in der Gosse sitzender Bettler bittet um Almosen. Sein Holzbein könnte ihn als einen der vielen Kriegsinvaliden ausweisen, die nach dem Ersten Weltkrieg das Elend auf Deutschlands Straßen prägen. Der Hut des Mannes ist zu einer außerhalb des Bildes befindlichen, unsichtbaren Person ausgestreckt, die Münzen als milde Gabe herabfallen lässt. Ein Hund schnüffelt neugierig an dem Bettler.
Rudolf Kuhns Kohlezeichnung mit der sozialkritischen Aussage steht der Kunst der Neuen Sachlichkeit nahe. Kuhn ist ein in Stuttgart geborener Maler, Grafiker und Glasmaler. Von 1916 bis 1918 absolviert er erst eine künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und studiert anschließend bis 1926 an der Stuttgarter Kunstakademie. Er stirbt bereits im Alter von 43 Jahren, sodass sich seine eigenständige künstlerische Produktion auf knapp zehn Jahre beschränkt.
Werkdaten
Inventarnummer:
Z-0626
Material / Technik:
Bleistift und Kohle auf Papier
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
Foto: Kunstmuseum Stuttgart
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