Begriff des Schönen überhaupt

Größe125 x 71,8 x 0,4 cm
Rasterstruktur mit blauen, gelblichen, violetten und weißen horizontalen Streifen.

Als Träger des Otto-Dix-Preises 2003 entwickelt Markus Wirthmann eine sechsteilige Arbeit für das Kunstmuseum Stuttgart. Darin verarbeitet er Auszüge aus Georg Wilhelm Friedrich Hegels »Vorlesungen über die Ästhetik I«, die der Philosoph zwischen 1817 und 1829 gehalten hat. Der Textbezug ist auf den ersten Blick an den Titeln erkennbar, die auf Hegels Problemstellungen verweisen. Die Werke verweigern sich zunächst der Lesbarkeit und wirken wie eine Bildstörung. Doch auch sie ergeben sich unmittelbar aus dem Text.
Die Arbeit ist Teil von Wirthmanns Bilderserie »buchstäblich infiziert«. Darin visualisiert er seit 1999 mithilfe des Computers klassische literarische Texte. Der jeweilige Text wird in eine Grafikdatei umgewandelt, diese komprimiert und nach einem vorab festgelegten Programm in farbige Quadrate übersetzt. Die literarische Quelle gibt die Farbzusammenstellung, die Anordnung der Quadrate und die Größe vor. Je dichter das Textmaterial ist, umso größer wird die Anzahl der Quadrate und umso kleiner deren Fläche. Die Textinformation wird dabei unlesbar, aber auf eine Ebene transformiert, die als visuelles Kunstwerk betrachtet werden kann. Zur Präsentation zieht Wirthmann die entstandenen Bilddateien auf hochwertigem Fotopapier ab.

Werkdaten
Inventarnummer:
2003-018c
Material / Technik:
Ilfochrome auf Aludibond
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Foto: Uwe H. Seyl, Stuttgart
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