Größe198 x 164 cm
Alfred Heinrich Pellegrini ist ein Schüler von Adolf Hölzel. Er greift dessen Organisation des Bildraums in seinen Kompositionen auf, bleibt jedoch der figurativen Malerei treu. So sind die drei Badenden vor einer stark reduzierten, in große Oberflächen gegliederten Landschaftskulisse zu sehen. Die Strukturen des Himmels verselbstständigen sich, nur wenig erinnert noch an tatsächliche Wolken. Die Anlage der Figuren folgt einem strengen Kompositionsgesetz. Die Haltung und die Gesten orientieren sich an den beiden Bilddiagonalen, deren Kreuzungspunkt an der Stelle des Kopfs der mittleren Figur liegt. Alfred Heinrich Pellegrini findet über Umwege zur Malerei: Um seinen Berufswunsch Illustrator verwirklichen zu können, macht er zunächst eine zeichnerische Ausbildung an der Basler Kunstgewerbeschule, dann an der Münchner Kunstakademie. Nach dem Abschluss führt ihn sein Weg nach Genf, wo er für eine lithografischen Betrieb Plakate und Buchillustrationen entwirft. 1906 zieht er nach Stuttgart. Hier fasst er schließlich den Entschluss, Maler zu werden. Das Studium bei Adolf Hölzel ist für Pellegrinis stilistische Entwicklung von Bedeutung: Die Ausbildung bei Hölzel umfasst nicht nur seine Theorie zu den bildgestalterischen Elementen, sondern weckt ebenso das Interesse an monumentaler Wandmalerei. Pellegrini findet in der Umsetzung der Wandgestaltungen zu einem eigenen Stil, der auch in dem Gemälde »Badende« zu spüren ist. Die Konzentration auf wesentliche Gestaltungsmittel wie Farbe und Form sowie die Anordnung der Figuren mittels eines Liniensystems unterstreichen die Fernwirkung, die es bei Wandbildern zu berücksichtigen gilt. Bereits in Stuttgart werden eine Reihe von Aufträgen an Pellegrini herangetragen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1917 zählt er zu den wichtigsten Vertretern der Wandmalerei.
Werkdaten
Inventarnummer:
O-1416
Material / Technik:
Öl auf Leinwand
Creditline:
Kunstmuseum Stuttgart
Provenienz

1913–1958 Aflred Heinrich Pellegrini, Stuttgart/Basel; 1958–1959 Marie Pellegrini, Basel, CH; 1959 Kunstmuseum (Städtische Galerie) Stuttgart

Lizenzhinweis
© Künstler:in und Nachfolge / Foto: Kunstmuseum Stuttgart
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