Die »Arbeitstafel« besteht aus neun gleichgroßen Bildern, die zu einer Tafel zusammengefügt wurden. Jedes Bild präsentiert ein einzelnes Objekt in ähnlicher frontaler Perspektive. Einige Motive sind klar erkennbar, andere erschließen sich erst durch genauere Betrachtung. Dargestellt sind eine Dampflokomotive, ein spielzeughaft anmutendes Auto, ein turmartiges Gebilde, das an eine Windkraftanlage erinnert, ein Hochstuhl, eine Aktentasche, eine Kanne, eine Tischlampe, möglicherweise ein Autoradio und eine Brille. Die Objekte sind nicht inhaltlich zueinander in Beziehung gesetzt, sondern allein auf ihre jeweiliges Leinwandstück beschränkt. Dadurch erscheinen sie als formal gleichwertige Bildinhalte.
Der Hintergrund besteht jeweils aus einer bewegten Farbfläche, die mit expressivem Pinselstrich angelegt ist. Die Gegenstände davor selbst erscheinen skizzenhaft und grob umrissen. Dadurch entsteht eine spontane, studienhafte Anmutung. Die Auswahl der Motive wirkt zunächst beliebig, doch gerade dieser subjektive Charakter verweist auf eine experimentelle Auseinandersetzung mit Form und Darstellung. Der Titel verstärkt diesen Eindruck, indem er das Prozesshafte, Werkstattartige des Bildes betont. Die visuelle Sammlung von Studien bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und malerischer Abstraktion.
Werkdaten
- Inventarnummer: O-2851
- Material / Technik: Öl auf Leinwand
- Creditline: Kunstmuseum Stuttgart
Lizenzhinweis
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Foto: Kunstmuseum Stuttgart