Formatfüllend breitet sich ein dunkeltoniges, aus blauen, grauen und leicht rötlich wirkenden Farbtönen bestehendes Rechteck bis an die Ränder der Leinwand aus, wo stellenweise der helle Bildgrund noch hervorblitzt. Die Farbe ist mit kurzen schmalen, nach allen Richtungen verlaufenden Pinselzügen so aufgetragen, dass ein dichtes netzartiges Gefüge entsteht. Dabei erzeugen die helltonigen winzigen Zwischenbereiche einen Eindruck von Tiefe. Er wird noch verstärkt sowohl von dem rotbraunen Streifen, der sich mit wenig Abstand zum rechten Bildrand über die Gesamthöhe des Bildformats erstreckt, als auch von der schmalen Zone über dem unteren Bildrand. In diesen Bereichen lässt sich erkennen, dass der Auftrag in Schichten erfolgt ist.
Die Schichtung von Bildelementen ist für Romuald Hengstler eine Methode, um Zeit zu veranschaulichen.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2022-096
- Material / Technik:
- Öl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart, Schenkung aus dem Nachlass Romuald Hengstler
Lizenzhinweis
© Nachlass Romuald Hengstler / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart