Beinahe die gesamte Bildfläche ist ausgefüllt von kurzen, sich überlagernden feinen Pinselstrichen in dunkelblauen bis hin zu fast schwarzen Farbtönen. Zum oberen Bildrand hin lockert sich das Farbgewebe allmählich auf, sodass die sich überschneidenden kleinteiligen Formelemente auch in ihrer jeweiligen Farbigkeit im Einzelnen erkennbar werden. In dieser Zone werden so die vielen Schichten ablesbar, aus denen es besteht. Dabei lässt sich eine Schichtung von hinten nach vorne und vom Hellen ins Dunkle erkennen, wodurch die Farbfläche an Tiefe gewinnt. Der helltonige Bildgrund, der am oberen Rand am deutlichsten, aber auch an den seitlichen Rändern und am unteren Bildrand sichtbar ist, verstärkt den räumlichen Eindruck.
Die Schichtung von Bildelementen ist für Romuald Hengstler eine Methode, um Zeit zu veranschaulichen.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2022-095
- Material / Technik:
- Öl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart, Schenkung aus dem Nachlass Romuald Hengstler
Lizenzhinweis
© Nachlass Romuald Hengstler / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart