Über die gesamte Breite des Bildformats verlaufen übereinandergestapelte Farbstreifen in horizontaler Ausrichtung. Sie sind ungefähr gleich dick, aber von unterschiedlicher Farbe. Dabei überwiegen Blau-, Rot- und Gelbtöne. Teilweise steigen die Streifen von links unten nach rechts oben leicht an. Ihr jeweiliger Anfang und ihr jeweiliges Ende an den Bildrändern sind dreidimensional, also plastisch dargestellt. Dadurch erscheinen die Linien wie übereinandergeschichtete farbig gefasste Platten.
Das Schichten von Bildelementen ist eine im Werk von Romuald Hengstler durchgängige Methode, um Zeit zu veranschaulichen. Nicht von ungefähr erinnert das Gemälde trotz seiner Farbigkeit an Sedimente, die sich über lange Zeiträume in Schichten ablagern. Zudem verweist Hengstler in der Gruppe seiner aus farbigen Streifen aufgebauten Motive auf das Thema Zeit, indem er in den allermeisten Fällen jeden Streifen am linken Bildrand mit einem Datum versieht. Damit wird auch der Entstehungsprozess im Werk nachvollziehbar.
Werkdaten
- Inventarnummer:
- 2022-101
- Material / Technik:
- Öl auf Leinwand
- Creditline:
- Kunstmuseum Stuttgart, Schenkung aus dem Nachlass Romuald Hengstler
Lizenzhinweis
© Nachlass Romuald Hengstler / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart