Die Plastik besteht aus mehreren miteinander verschraubten Vierkantrohren, von denen die beiden längsten in entgegengesetzte Richtungen in den Raum ausgreifen. An ihren oberen Enden sind sie mit kurzen Hohlkörpern verschraubt, die wie trichterförmige Öffnungen erscheinen. Zwei weitere miteinander verbundene Hohlkörper bilden den Standfuß.
Posenenske verfolgt mit ihrer Kunst einen konzeptionellen Ansatz: Ihr ist daran gelegen, die sogenannten Konsument:innen mit einzubeziehen. So verwendet sie für ihre ab 1966 entstehenden Raumplastiken aus Vierkantstäben, die an Lüftungsrohre in Fabrikhallen erinnern, stets industriell gefertigte Rohrelemente. Diese können als Bauteile variabel zusammengesetzt werden. Sie überlässt damit den Ausstellungsmacher:innen und Besitzer:innen ihrer Raumplastiken die Entscheidung, in welcher Anordnung die Einzelelemente des Objekts miteinander verschraubt werden. Auch die hier gezeigte Plastik kann unterschiedlich zusammengesetzt werden.
Ein Jahr nach der Entstehung dieser Raumplastik führen Posenenskes Zweifel gegenüber der Bedeutung von Kunst für die Gesellschaft dazu, dass sie ihre künstlerische Laufbahn beendet, um auf dem Gebiet der Soziologie tätig zu werden.
Werkdaten
- Inventarnummer: 2021-001
- Material / Technik: Hot galvanized steel sheet
- Creditline:
Lizenzhinweis
© Archiv Charlotte Posenenske / Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart